Nach dem bitteren Abstieg in der letzten Saison konnte sich das neuformierte U16 Team der Northwestern Basketball Academy die erneute Teilnahme an der Jugend Basketball Bundesliga trotz guter Leistung nicht erkämpfen. Mehr Glück hatten die Academy-Talente des Jahrgangs 2008, die im Team von Kooperationspartner NTSV Wildcats die Qualifikation für die NBBL schafften. Damit ist neben den Hamburg Towers seit Jahren erstmals wieder ein zweites NBBL-Team aus Hamburg in der höchsten U19 Spielklasse vertreten.

 

JBBL unglücklich ausgeschieden

Nachdem sich der Großteil der bereits JBBL erfahrenen Spieler nach dem Abstieg anderen Programmen angeschlossen hatte und zudem noch zwei wichtige Spieler langfristig verletzt ausfielen, stand Academy Headcoach Levi Levine vor der schwierigen Aufgabe, in kurzer Zeit ein komplett neues Team aus relativ unerfahrenen Spielern zusammen zu stellen. Dies gelang überraschend gut, auch weil man bewusst auf die Mentalität der ausgewählten Spieler gesetzt hatte. Der Teamspirit war sehr gut und das Zusammenspiel als Team klappte ausgezeichnet. Drei Siege gegen Bremerhaven, Stade und TK Hannover bei einer Niederlage gegen Rendsburg reichten am Ende allerdings nicht, um in die 2. Qualifikationsrunde einzuziehen. Leider ergab der Spielplan die Konstellation, dass sich im letzten Spiel sowohl Rendsburg als auch Hannover qualifizieren konnten bei einer Niederlage von Rendsburg. Zudem hatte Rendsburg das Ziel, die 2. Qualifikationsrunde auszurichten, was sie nur bei einer Niederlage erreichen würden. So kam es wie es kommen musste. Rendsburg verlor und war zusammen mit Hannover qualifiziert.  „Sehr schade, dass der tolle Sieg gegen Hannover nicht gereicht hat. Es ist immer sehr unglücklich, in einem Dreiervergleich auszuscheiden. Warum man aber vorab von Ligaseite kommuniziert hat, dass der Gruppenzweite das Recht zur Ausrichtung der nächsten Runde erhält und nicht der Gruppenerste, hat sich uns nicht erschlossen. Damit fehlte Rendsburg  jeglicher Anreiz, das für uns wichtige Spiel zu gewinnen. Aber unser junges Team hat trotzdem viel wertvolle Erfahrung gesammelt und über beide Tage eine tolle Entwicklung gezeigt,“ resümierte Academy Teammanager Thorsten Fechner. Darauf will man aufbauen und mit dem Kern des Teams als U16 Elite Team weiter arbeiten, Freundschaftsspiele auf hohem Niveau absolvieren und an internationalen Turnieren teilnehmen. Fechner: “Auf diese Weise können wir ohne den starken Ergebnisdruck, der in der JBBL vorliegt, Talente entwickeln. Wir sehen das tatsächlich als einen Vorteil vor allem für die Spieler, die körperlich spät entwickelt sind oder noch technische Defizite haben.“  Auch organisatorisch ist die JBBL wöchentlich mit hohem Aufwand verbunden. Aber auch das Elite Team Projekt ist durchaus aufwendig. Aktuell arbeitet man an der Umsetzung. Es fehlt vor allem noch an Hallenzeiten für das Training. Fechner: „Im Idealfall wollen wir Anfang September mit einem Kickoff-Trainingscamp starten, dann ein Spiel pro Monat gegen JBBL-Teams bestreiten und im Frühjahr/Sommer 2026 auf 2-3 gut besetzte internationale Turniere fahren.“ Von einem großen Teil der Spieler und Eltern gibt es klare positive Unterstützung für das Projekt. Gesucht wird noch eine Person auf Minijob-Basis für die Organisation rund um das Team.

Ehemalige Academy-JBBL Spieler mit Wildcats-Team in die NBBL

Sieben in der NWB Academy ausgebildete Spieler hatten einen wesentlichen Anteil an der erfolgreichen NBBL-Qualifikation der NTSV Wildcats. Im letzten Jahr trotz starker Leistung noch unglücklich an Vechta und Rendsburg gescheitert, war das neu zusammen gestellte Team von Kooperationspartner Niendorfer TV trotz überwiegend Spielern des jüngeren Jahrgangs ungeschlagen durch die 1. Qualifikationsrunde beim SC Rist Wedel gegangen, bevor man sich in einem sehr engen Turnier in Lichterfelde gemeinsam mit der Mitteldeutschen Basketball Academy knapp vor den Gastgebern durchsetzen konnte. Dabei wäre den Wildcats ein einziges schlechtes Viertel im ganzen Turnier gegen MBA fast noch zum Verhängnis geworden. Lichterfelde hatte es am Ende selber in der Hand, konnte aber nicht ausreichend hoch gegen MBA gewinnen, so dass der Dreiervergleich dieses Mal zu Gunsten der Hamburger ausfiel. Entsprechend groß war die Erleichterung. War es in Hamburg doch seit Jahren nicht gelungen, ein zweites NBBL Team in die U19 Bundesliga zu führen. Mit diesem zweiten Team neben den Hamburg Towers besteht jetzt wieder für mehr Hamburger Talente die Chance, den Weg aus der JBBL in die NBBL weiter zu gehen.

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