Große Intensität bei gleichzeitig hoher Spielkultur prägte das Aufeinandertreffen von drei Basketball-Talentprogrammen am 12. und 13. Dezember in der Sporthalle des SV Wasbek. Der Einladung der Northwestern Basketball Academy aus Hamburg/Schleswig-Holstein waren die Admirals Basketball Academy aus Moldavien und die Basketball Akademie Bremen Süd gefolgt. In den hochklassigen Begegnungen blieben die sehr athletischen Bremer ungeschlagen, während das NWBA U16 Elite Termin in zwei Spielen gegen die Admirals eine Partie siegreich bestreiten konnte.

Im Vordergrund stand nicht in erster Linie das Ergebnis, sondern die Möglichkeit, sich gegen starke Gegner individuell und als Team weiter zu entwickeln. In einem Exhibition-Match traf das etwas ersatzgeschwächte NWBA U16 Elite Team am Freitag Abend zunächst auf das Team aus Moldavien, das einige Spieler des älteren U17 Jahrgangs aufbot. Entsprechend schwer tat sich das Northwestern Team in der Anfangsphase, körperlich dagegen zu halten. Als dann auch noch der Starting Point Guard verletzt ausschied, lief das Team von Headcoach Levi Levine bis zur Halbzeit schnell einem hohen Rückstand hinterher. Im zweiten Durchgang hatten sich die jungen Hamburger dann besser eingestellt auf die intensive osteuropäische Spielweise, kamen phasenweise durch Fastbreaks und gutes Zusammenspiel besser ins Spiel. Auf gute Phasen folgten aber auch immer wieder Minuten mit zu vielen Ballverlusten, so dass die Admirals das Spiel am Ende deutlich für sich entschieden.

Am Samstag morgen begann der Dreier-Vergleich mit einem erneuten Aufeinandertreffen des NWBA-Teams und der Admirals aus Moldavien. NWBA-Coach Levi Levine musste sein Team erneut stark umbauen, da einige Spieler im Punktspielbetrieb ihrer Heimatvereine gebunden waren. Drei U17 Spieler verstärkten nun das Team, so dass man körperlich mehr auf Augenhöhe agieren konnte als am Vortag. Entsprechend entwickelte sich ein enges Spiel mit dieses mal besserem Ausgang für die Gastgeber. Besonders erfreulich aus Sicht des NWBA-Trainerteams war der offensichtliche Entwicklungsschritt der jungen Spieler, die bereits am Vorabend dabei waren. 

Im zweiten Spiel gegen die Basketball Akademie Bremen Süd sollte für das Heimteam eine noch größere Herausforderung warten. Die Bremer, die ebenfalls einige U17 Spieler im Kader hatten, zeigten sich als sehr athletische und eingespielte Mannschaft. Nicht umsonst gilt die Bremer Akademie als Talentschmiede, die als Kooperationspartner immer wieder Spieler in die JBBL- und NBBL-Teams des erfolgreichen Oldenburger Jugendprogramms entsendet. Die Jungs von Trainer Dejan Stojanovski, der parallel auch als Trainer im Oldenburger NBBL-Team aktiv ist, legten dann auch gleich los wie die Feuerwehr. Aggressive Defense führte zu Hamburger Ballverlusten und schnellen Fastbreak-Punkten. Dazu lies man den Ball im Angriff gekonnt  zirkulieren, um dann per Drive zum Korb oder aus der Distanz sicher abzuschliessen. Das NWBA-Team, noch am Anfang seiner Entwicklung stehend, gab allerdings nie auf und konnte mit zunehmender Spieldauer auch selber immer mehr gute Akzente setzen. Um die Bremer in Bedrängnis zu bringen reichte es letztendlich nicht. Trotzdem konnte man mit erhobenem Haupt und viel Erfahrungsgewinn aus dieser Partie gehen.

Im letzten Spiel des Tages konnte auch die Admirals Basketball Academy nichts ausrichten gegen die dominant auftretenden Bremer Talente. Somit ging der Gesamtsieg an das Team von Coach Stojanovski, das ebenfalls den MVP des Dreier-Turniers stellte. Viel mehr als das Ergebnis zählte allerdings die freundschaftliche Begegnung. Aller Spiele waren intensiv, aber jederzeit fair. Alle Spieler kamen auf gute Einsatzzeiten und konnten entsprechend viel Erfahrung sammeln. 

Entsprechend zufrieden waren NWBA-Teammanager Thorsten Fechner sowie das Trainerteam Levi Levine und Dominic Csender: „Trotz das uns einige wichtige Spieler fehlten, konnten wir schon wie bei den ersten Spielen des Teams in Stade im Oktober auch hier wieder feststellen, dass die Motivation im Team sehr hoch und eine Weiterentwicklung von Spiel zu Spiel erkennbar ist. Das Projekt steht noch am Anfang eines mindestens zweijährigen Weges, aber dass die Richtung stimmt, ist bereits jetzt zu erkennen.“ Es liegt noch einiges an Arbeit vor der Mannschaft. Die nächsten Trainings stehen bereits in den Weihnachtsferien auf dem Programm. Dazu wird man im neuen Jahr weitere Testspiele bestreiten und über Ostern an einem internationalen Turnier in Barcelona teilnehmen. Fechner: „Ausdrücklich bedanken möchten wir uns für die Unterstützung des SV Wasbek, ohne deren Bereitschaft zur Stellung der Halle dieser internationale Vergleich nicht möglich gewesen wäre.“ Weitere gemeinsame Aktionen sind bereits in Planung. 

News